Checkliste 06 · Eingangstüren, Dreh- und Dreh-Kipp-Fenster

Türen und Fenster abdichten

Zugluft aufspüren, für jeden Spalt die passende Dichtung wählen und sie so anbringen, dass Türen und Fenster weiterhin leicht schließen.

Schwierigkeit Leicht
Dauer2 bis 4 Stunden
Werkzeug7 Werkzeuge
Material5 Positionen
Eine Person im grauen Kapuzenpullover zieht eine Fuge aus Dichtstoff entlang eines Fensterrahmens

Zugluft an Türen und Fenstern gehört zu den Komfortproblemen, die sich am günstigsten beheben lassen – und die man am leichtesten falsch angeht. Der typische Fehler: eine Rolle Schaumstoffdichtband kaufen und überall aufkleben. Unterschiedliche Spalten brauchen unterschiedliche Dichtungen: ein komprimierbares Dichtband für eine Tür, die gegen einen Anschlag schließt, eine Bürsten- oder Bodendichtung für den Spalt unter der Tür und elastisches Acryl für feste Fugen zwischen Rahmen und Wand.

Diese Checkliste beginnt mit der Suche nach der Zugluft, denn du willst nur die Spalten abdichten, die tatsächlich undicht sind. Danach geht sie die drei nützlichsten Dichtungsarten durch. Sie ist für Türen und Fenster gedacht, die sich normal öffnen und schließen lassen – morsche oder stark verzogene Rahmen sind zuerst ein Fall für den Tischler.

Werkzeug und Material

Hake ab, was du schon hast. Alles ohne Häkchen kommt auf deine Einkaufsliste.

Werkzeug

Material

Vorbereitung

Erledige das, bevor du loslegst – dann laufen die Schritte unten reibungslos.

Schritt für Schritt

  1. Dichtung passend zum Spalt wählen

    Wähl ein Dichtband, dessen angegebener Einsatzbereich zur gemessenen Spaltbreite passt. Ist es zu dünn, dichtet es nicht; ist es zu dick, schließt die Tür nicht mehr richtig. Gummiprofile halten länger als offenporiger Schaumstoff.

  2. Dichtband am Anschlag anbringen

    Kleb das Dichtband auf den Anschlag der Zarge oder den Fensterrahmen, nicht auf den beweglichen Flügel, damit es beim Schließen zusammengedrückt wird. Zieh die Schutzfolie Stück für Stück ab und drück das Band dabei fest an. Schneide in den Ecken saubere Gehrungen oder stumpfe Stöße.

  3. Schließen testen

    Schließ Tür oder Fenster. Es sollte mit leichtem Druck einrasten und sich leicht abgefedert anfühlen. Federt es zurück, ist die Dichtung auf der Schlossseite zu dick – nimm dort ein dünneres Profil.

  4. Türbodendichtung montieren

    Miss die Türbreite, kürze die Dichtung auf Länge und halte sie so, dass Bürste oder Gummilippe bei geschlossener Tür die Schwelle gerade berührt. Schraub sie durch die Langlöcher fest, damit du sie später nachjustieren kannst.

  5. Feste Fugen mit Acryl schließen

    Zieh bei Spalten zwischen Rahmen und Wand oder Verkleidung eine gleichmäßige Raupe aus elastischem Acryl und glätte sie mit einem nassen Finger oder einem Fugenglätter. Dichte nichts ab, was sich noch öffnen lassen muss.

  6. Zugluft-Test wiederholen

    Geh noch einmal mit dem Räucherstäbchen herum. Ein paar kleine Rauchfäden sind normal; ein stetiger Luftzug bedeutet, dass du einen Spalt übersehen hast oder eine Dichtung nicht richtig sitzt.

So lange dauert es

Die Zeitspannen gehen von einer Person und einem durchschnittlichen Raum aus. Plane beim ersten Mal eher mit dem oberen Wert.

ArbeitsschrittTypische Dauer
Zugluft suchen und messen30 bis 45 Min.
Eine Eingangstür, Dichtband und Bodendichtung45 Min. bis 1,5 Stunden
Pro Fenster15 bis 30 Min.
Rahmenfugen mit Acryl schließen20 bis 40 Min., plus Trocknungszeit

Welche Dichtung wohin gehört

SpaltGeeignete WahlWarum
Tür oder Fensterflügel, der gegen einen Anschlag schließtGummidichtung mit E- oder P-ProfilLässt sich gleichmäßig zusammendrücken, hält mehrere Jahre
Unterkante einer EingangstürTürbodendichtung mit Bürste oder GummilippeKommt mit unebenen Schwellen und Teppichen zurecht
Seiten von SchiebefensternBürstendichtungDichtet ab, ohne das Schieben zu behindern
Rahmen zu Wand oder VerkleidungElastisches AcrylFüllt eine feste Fuge und lässt sich überstreichen

Denk daran, dass eine Wohnung Luftaustausch braucht. Beim Abdichten geht es darum, unkontrollierte Undichtigkeiten zu stoppen, nicht jede Öffnung zu verschließen – Fensterfalzlüfter und Abluftventilatoren müssen weiter funktionieren. Lüfte außerdem regelmäßig.